Im Juli hat das Friedensmuseum in Meeder seine neue Sonderausstellung zur Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs im Coburger Land eröffnet. In der Lernwerkstatt Frieden in der Meederer Schule können Besucher und Besucherinnen Originale und Reproduktionen von Waffen und weiteren Gegenständen aus der Zeit der großen Katastrophe des 17. Jahrhunderts besichtigen. Unterstützt wurde das Friedensmuseum dabei von der Landesbibliothek Coburg (vor allem Direktorin Dr. Silvia Pfister und Kuratorin Dr. Isolde Kalter) und den Kunstsammlungen der Veste Coburg (Direktor Dr. Sven Hauschke, Kurator Dr. Markus Pilz, Restaurator Heiner Grieb und Museologe Andre Müller). Gefördert wird die Ausstellung von der Niederfüllbacher Stiftung. Sie kann zu den regulären Öffnungszeiten sowie nach Vereinbarung besucht werden.
Zur Lesung „Coburger Autorinnen und Autoren gegen rechts” lädt das Friedensmuseum Meeder am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr in seine Lernwerkstatt Frieden ein. Mit ernsten und satirischen Texten wollen die Autor*innen Flagge zeigen gegen rechten Populismus, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit. Sich einzumischen und ein deutliches Nein zu sagen, wenn nationalistische und rassistische Kräfte immer größeren Raum in unserer Gesellschaft einnehmen, sollte für jeden selbstverständlich sein. Niemand sollte die Augen verschließen und zulassen, dass Toleranz und Mitmenschlichkeit gegenüber Ausländern und Minderheiten beständig abnehmen.
Bereits im November letzten Jahres veranstalteten Coburger Autorinnen und Autoren deshalb eine gemeinsame Lesung zu diesem Thema. Der rege Zuspruch beim Publikum ermutigte sie, das Engagement fortzusetzen und weiterhin in wechselnder Besetzung Flagge zu zeigen. Unterstützt werden sie von der Coburger Grafikerin Sandra Küntzel, die die Plakate gestaltet.
Weit ist das Spektrum der eigenen Texte von Volker Backert, Nicole Eick, Isa Firsching, Martin Droschke, Heidi Fischer, Christian Göller, Manfred Kern und Dieter Ungelenk: Kurzgeschichten, Gedichte, Glossen, Auszüge aus Krimis, Autobiografisches und politisches Lied werden zu hören sein.
Die Lesung in Meeder findet an einem symbolträchtigen Datum statt, das an einen Triumph der Freiheit, aber auch an tiefste Menschenverachtung erinnert: Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, wurde die Berliner Mauer geöffnet und damit das Ende der deutschen Teilung eingeläutet. In mahnender Erinnerung an die nationalsozialistischen Pogrome gegen die deutschen Juden im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland aber auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Eintritt zur Lesung ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Einnahmen gehen zu gleichen Teilen an Exit Deutschland (Hilfsorganisation für Aussteiger aus der Neo-Nazi-Szene) und B.U.D. (Beratung, Unterstützung und Dokumentation – Hilfsorganisation für Opfer rechtsextremer Gewalt).
Thomas Straus vom Landestheater Coburg liest aus den Erinnerungen von Gottlieb Mittelberger an seine Auswanderung nach Amerika. Es werden die Erlebnisse deutscher Emigranten in den USA um das Jahr 1750 und die damit verbundenen Härten und Gefahren geschildert. Die Lesung beginnt am 27. Oktober um 15 Uhr im Friedensmuseum in Meeder. Der Eintritt beträgt 5,00 €.
Einladung zum 358. Coburger Friedensdankfest
am Sonntag, 25. August 2019, in Meeder.
Nach dem Weckläuten um 4 Uhr und dem Gruß es Posaunenchors um 6 Uhr
beginnt um 9.30 Uhr der Festgottesdienst, ab 11.30 Uhr folgt das
Friedensfest rund ums Friedensmuseum. Ab 13.30 bis 17 Uhr gibt es
Livemusik mit LOGO.
Um 14.30 Uhr wird die neue Sonderausstellung “Frauen für den Frieden”
eröffnet, die wir zusammen mit dem Wallfahrtsmuseum Gößweinstein und
dem Friedensmuseum Nürnberg organisiert haben.
Schlusspunkt des 368. Friedensdanks ist schließlich das Konzert des
Laurentiuschors um 17 Uhr in der Laurentiuskirche.