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Die Tagebücher Anna B. Ecksteins im Friedensmuseum Meeder

Im Vorfeld des jährlichen Friedensdanks hat Pfarrer i. R. Karl Eberhard Sperl die Tagebücher Anna B. Ecksteins an das Friedensmuseum Meeder übergeben. In jahrelanger Arbeit hatte Sperl die Tagebücher der aus dem Coburger Land stammenden Friedensaktivistin editiert und in eine druckfertige Form überführt. Die daraus entstandenen Bücher können in der Lernwerkstatt Frieden eingesehen werden.

meeder dav eckstein

Film-Festival im Friedensmuseum

Integration per Leinwand: für und mit den Geflüchteten

8. bis 10. April 2016

 

Vorgesehene Produktionen:

  1. Das Mädchen Hirut
  2. Ein Mann der schreit
  3. Le Havre
  4. Merry Christmas
  5. Die Götter müssen verrückt sein I

Kooperationspartner:

  • Friedensmuseum Meeder
  • Refugium Theater (LTC)
  • Partnerschaften für Demokratie Coburg
  • Helferkreis für Flüchtlinge / AWO-Mehrgenerationenhaus Bad Rodach
Versammlung mit Neuwahlen

Am Dienstag, 8. März 2016, zieht der Verein Friedensmuseum Meeder um 19.30 Uhr Jahresbilanz in der Lernwerkstatt Frieden. Auf der Tagesordnung stehen neben Neuwahlen auch die Vorstellung des neuen Flyers und Informationen über ein außergewöhnliches Projekt: Das Filmfestival für und mit Flüchtlingen vom 8. bis 10. April 2016 im Friedensmuseum. Dazu haben bereits die Projektgruppen "Refugium Theater", "Partnerschaften für Demokratie", Stadtbücherei Coburg und der Helferkreis aus Bad Rodach die Mitarbeit zugesagt.

Ein ganz charmanter Besuch

Regierungspräsident Wenning überreicht Friedenstaube ans Friedensmuseum

Bayreuth/Meeder – „Ganz, ganz charmant“ freute sich Regierungspräsident Dr. Wilhelm Wenning über den Besuch sechs junger, ganz in Weiß gekleideter Damen samt deren Begleittross in seinem Dienstzimmer in Bayreuth. Denn damit hatte er nicht gerechnet: Lilli, Mia, Miria, Leni, Nike und Svea kamen allesamt zu ihm, um in Gestalt der Coburger Friedensaktivistin und Vorkämpferin für den Völkerbund, Anna B. Eckstein (1868- 1947), für den Verein Friedensmuseum Meeder die „wandernde Friedenstaube“ des Landshuter Künstlers Richard Hillinger in Empfang zu nehmen.

Das Friedensmuseum  Meeder ist die erste Institution in Oberfranken, der die Ehre zuteil wird, dieser Friedenstaube für mehrere Monate eine Heimat zu geben und den Friedensgedanken mit mehreren Aktionen zu unterstützen. „Darauf können sie stolz sein“, lobte Wilhelm Wenning das Engagement der ehrenamtlichen Helfer in Meeder. Insgesamt 30 dieser Tauben sind seit Jahren weltweit unterwegs, unter anderem waren sie schon zu Gast beim Papst, bei Michael Gorbatschow oder dem europäischen Spitzenpolitiker Jaques Delors.

Und nun eben in Meeder. Die Vorsitzende des Friedensmuseums, Elke Bräutigam, und ihr Stellvertreter Henning Schuster erläuterten den Hintergrund der Friedenstradition in Meeder mit den seit 1650 gefeierten Friedensdankfesten und die Entstehung des Friedensmuseums. Beide betonten, dass in Meeder keine besonderen Aktionen für die Friedenstaube organisiert werden müssten, da das Friedensmuseum ohnehin ständig Friedensaktivitäten anbiete.

Dazu gehört unter anderem das Projekt „Schüler führen Schüler“ der Meederer Anna B. Ecksten-Grundschule. Ganz im Sinne der Namensgeberin führen junge Damen (und ab kommendem Jahr auch wieder junge Herren in Gestalt des Landsknechts Caspar Wank) unter der Regie von Schulleiterin Gabi Heller durch die Ausstellung der in der Schule untergebrachten Lernwerkstatt Frieden. Der Friedensgedanke wird so aber nicht nur Besuchern vermittelt, sondern auch jungen Schülerinnen und Schülern, wenn sie deren Aufgaben – übrigens freiwillig! – von ihren Vorgängerinnen übernehmen.

Bräutigam und Schuster verwiesen auf  das einzigartige Projekt der „Landkarte des Friedens“, die in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „junge medien oberfranken“ (Schulen, die Medienpädagogik anbieten) unter Federführung des Neustadter Schulfernsehsenders nec.tv entstanden ist und stetig erweitert wird. Dieses Projekt war nur dank der Unterstützung der Bayerischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Coburg-Lichtenfels,, der Oberfrankenstiftung und der Evangelischen Landeskirche Bayern möglich.

Als dritte Säule der Friedensaktivitäten im kommenden Jahr nannte Henning Schuster die Beteiligung am Projekt „Refugium Theater – Refugees welcome“, das  von Künstlern des Landestheaters Coburg initiiert wurde. In Meeder sind dazu eigene Veranstaltungen, unter anderem eine Lesung mit dem Schauspieler Thomas Straus, geplant.

Meeders Bürgermeister Bernd Höfer als Begleiter und Chauffeur der Delegation vom Fuß der Langen Berge versprach, die Aktivitäten des Friedenmuseums weiter zu unterstützen. Den Regierungspräsidenten lud er ein, sich selbst einmal vom Umfang der Angebote in der Lernwerkstatt Frieden zu überzeugen.

 

 

Über „ganz charmanten“ Besuch freute sich Oberfrankens Regierungspräsident Dr. Wilhelm Wenning (hinten Mitte) bei der Übergabe der Friedenstaube des Landshuter Künstlers Richard Hillinger an die Vorsitzende des Friedensmuseums Meeder, Elke Bräutigam (hinten rechts). Denn über die Auszeichnung freuten sich nicht nur Meeders Bürgermeister Bernd Höfer (links), sondern auch die sechs jungen „Anna B. Ecksteins“ (von links) Lilli, Nike, Miria, Mia, Leni und Svea. Foto: Henning Schuster

5. Friedenslauf Roll & Renn am 21. Juni

Frieden durh Freude am Leben - das ist wieder das Motto des Friedenslaufs Roll & Renn", der am Sonntag, 21. Juni, zum fünften Mal auf den Langen Bergen stattfindet. Veranstalter sind die Kirchengemeinde Meeder und das Organisationsteam um  Thomas Kreisler. Der Friedenslauf beginnt um 10.30 Uhr mit einer Andacht am Sportplatz in Ahlstadt, zwischen 11 und 12 Uhr erfolgt der Start für Läufer, Nordic Walker, Radfahrer und E-Biker. Ziel ist ab 14 Uhr  die Lernwerkstatt Frieden des Friedensmuseums Meeder. Regionale Anbieter sorgen für das leibliche Wohl, die musikalische Umrahmuhng steuert "Gankino Circuc" bei. Während der Breitensportveranstaltung gibt es die Möglichkeit zum Gesundheitscheck, medizinischen Messungen, E-Bike-Test, einem Besuch des Guts Birkenmoor und vielem mehr. Ein Bustransfer nach Ahlstadt ist eingerichtet, Informationen unter Tel. 09566/4022.